Besuch in der evangelischen KiTa Sereetz

Meinen ersten Besuch als kitapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion hat mich in die Nachbargemeinde Ratekau geführt. Über meinen Besuch in der evangelischen KiTa Sereetz berichtet OHaktuell.de:

„KiTA-Politik gemeinsam mit denjenigen gestalten, die sie auch betrifft!“

Landtagsabgeordnete Catharina Nies besucht die ev. KiTa in Sereetz

Besuch in der ev. KiTa Sereetz: Landtagsabgeordnete Catharina Nies, KiTa-Leiterin Dagmar Einfeld, Trägervertreter Michel Mazylis,, Fraktionsvorsitzende Grüne Ratekau Gaby Braune (von links)

Ratekau.  „Nach einigen spannenden und intensiven Wochen im Kieler Politbetrieb brauche ich jetzt den Bezug zu den Themen und Menschen vor Ort und der Besuch der KiTa ist der perfekte Einstieg“, so die neue Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Catharina Nies.

Mit den Sommerferien geht auch der Landtag in die sitzungsfreie Zeit über. Für Nies bedeutet das nicht etwa eine Pause, sondern vielmehr die Gelegenheit, in Ostholstein Projekte und Einrichtungen zu besuchen, sich vorzustellen und direkt ins Gespräch zu kommen.

Catharina Nies hat bei den Koalitionsverhandlungen im Juni an der Seite des Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz und der neuen Sozialministerin Aminata Touré die Innenpolitik verhandelt und war primär für die Asyl- und Zuwanderungspolitik verantwortlich.

In der vergangenen Woche fand dann das zweite Plenum statt. Im Sozialausschuss wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Außerdem vertritt die 37-Jährige ihre Fraktion im Innen- und Rechtsausschuss.

Catharina Nies fungiert als kitapolitische Sprecherin

Nun übernimmt die Ostholsteinerin neben den zwei Bereichen Migrations- und Gleichstellungspolitik auch die Funktion als kitapolitische Sprecherin ihrer Fraktion. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe, denn KiTa-Politik wird im Wesentlichen im Land gemacht – hier haben wir also als Landespolitiker*innen eine große Gestaltungskraft. Das bedeutet aber auch eine hohe Verantwortung.“

Ihr erster Besuch in der neuen Rolle führt sie in die Kindertagesstätte der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sereetz. Der Rundgang durch die Einrichtung führte die Abgeordnete quer durch die Kita.

Herausforderungen vor Ort annehmen

Ziel des Besuches sei es, sich ein umfassendes Bild von der Situation an den Kindertagesstätten zu machen. „Um sinnvolle Politik zu machen, muss ich verstehen, was die Herausforderungen vor Ort sind.“

Dagmar Einfeld und Catharina Nies auf dem Rundgang durch die KiTa

KiTa-Leiterin Dagmar Einfeld nutze die ruhigere Ferienzeit für einen Rundgang mit vielen Eindrücken aus der täglichen Arbeit. Im anschließenden Gespräch wurden die Herausforderungen in den Bereichen Fachkräftegewinnung und -ausbildung und, KiTa-Ausbau diskutiert. Die Abgeordnete erkundigte sich außerdem nach den Erfahrungen der Kita mit der Umsetzung der Kitareform. Die neue Landesregierung plant schnellstmöglich hierzu in den Dialogprozess zu gehen.

Dagmar Einfeld freut sich über das Interesse an ihrer KiTa und erklärt: „Durch die Pandemie hat man gesehen, wie immens wichtig KiTas für unsere Infrastruktur sind. Um dauerhaft eine gute, zufriedenstellende KiTa-Arbeit leisten zu können, sind gute Rahmenbedingungen erforderlich. Deshalb freuen wir uns, wenn kontinuierlich an mehr Personal und Qualität gearbeitet wird, um auch die frühkindliche Bildung zu stärken.“

„Genau das wollen wir tun“, so Nies. „Deshalb bin ich Dagmar Einfeld sehr dankbar für die zahlreichen Einblicke. Die Verweildauer von Fachkräften in der KiTa war früher schon niedrig, ist aber während Corona noch weiter gesunken. Das zeigt mir, dass wir dringend die Arbeitsbedingungen verbessern müssen. Gleichzeitig finden KiTas nicht ausreichend Fachpersonal. Wir müssen also auch die Ausbildung attraktiver gestalten. Die ersten Schritte wurden in der letzten Legislatur getan – jetzt heißt es kräftig nachlegen.“

Michel Mazylis, Dagmar Einfeld und Catharina Nies im Gespräch

Die junge Mutter weiß selbst, wie schwierig es ist einen Krippenplatz zu bekommen und ein kleines Kind und einen Vollzeitjob unter einen Hut zu bringen.

Personalschlüssel an KiTas erhöhen

„Wir müssen es schaffen den Personalschlüssel an KiTas zu erhöhen, um zu entlasten und gleichzeitig den Fachkräftemangel in den Griff zu kriegen. Anders wird es nicht gehen.“ Dieses Ziel zu erreichen, wird nicht einfach, aber die 37-jährige hat gelernt, Herausforderungen anzupacken.


Danke, Schleswig-Holstein!


Am 8. Mai 2022 hat Schleswig-Holstein einen neuen Landtag gewählt.
Und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN sind zweitstärkste Kraft geworden.
Diese 18,3 % Zweitstimmen sind historisch.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Menschen, die uns gewählt haben und ganz besonders bei denjenigen, die mir in meinem Wahlkreis Ostholstein-Süd ihr Vertrauen geschenkt haben. Aus dem Stand 16 % Erststimmen sind für mich als Neueinsteigerin ein sehr respektables Ergebnis und ich bin dankbar für den großen Zuspruch. Ich ziehe nun über die GRÜNE Landesliste (Platz 9) mit der konstituierenden Sitzung am 7. Juni 2022 in den schleswig-holsteinischen Landtag ein und werde Teil der GRÜNEN Fraktion.

Jetzt stehe ich vor dieser gewaltigen Aufgabe. Als überzeugte Demokratin ist es für mich ein große Ehre als Parlamentarierin für meine Heimat Schleswig-Holstein und alle hier lebenden Menschen eintreten zu dürfen.

Helfen Sie mir dabei eine gute Abgeordnete zu werden. Sprechen Sie mich an. Beziehen Sie mich ein. Fordern Sie mich.

Meine politischen Schwerpunktthemen sind (Flucht-)Migration und Frauenrechte.
Für die Generation meines kleinen Sohnes möchte ich unsere Lebensqualität, unsere Natur und unsere Meere erhalten. Ich möchte erreichen, dass unsere Gesellschaft sich immer weiter öffnet, Haltung gegen Rechtsradikalismus, Ungleichbehandlung und Rassismus zeigt.
Und ich möchte, dass wir uns politisch gegen Armut und soziale Ungleichheiten stellen. Startchancen gehören jedem Kind. Egal, woher es kommt. Egal, woher seine Eltern kommen. Egal, wie arm oder reich seine oder ihre Eltern sind. Startchancen gehören jedem Kind und auch jedem Menschen, der zu uns flieht und hier neu startet. Daran glaube ich und dafür setze ich mich politisch ein.

Ihre
Catharina Nies


Hier finden Sie mein Wahlvideo zu den Landtagswahlen am 8. Mai 2022:

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Grünes Wahlprogramm zur Landtagswahl

Hier finden Sie unser Grünes Wahlprogramm zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein in verschiedenen Formen.
Ob als gesamte Version, in leichter Sprache oder als Video mit Gebärdensprache.

LTW Programm 2022 B90/Die Grünen SH

Wahlprogramm der Grünen in leichter Sprache

LTW Kurzwahlprogramm in gesprochener Form

LTW Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache als Video


Meine fachpolitischen Ziele sind:

  • Verbesserungen bei der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen bspw. über den Ausbau der Nachqualifizierungsangebote.
  • Alle hier lebenden, geflohenen und zugewanderten Schleswig-Holsteiner*innen sollen einen besseren Zugang zu Sprache, Schulabschluss, eigenständigem Wohnen und zu einem qualifizierten Berufseinstieg erhalten – insbesondere geflohene Frauen.
  • Stärkung der Migrationsberatung sowie der Fachstellen für Frauen, LSBTIQ, Opfer von FGM und Menschenhandel; Verstetigung von Beratungsstrukturen für personelle Kontinuität und kommunale Planbarkeit.
  • Ausbau humanitäre Aufnahme muss eine dauerhafte Säule in der schleswig-holsteinischen Geflüchtetenpolitik werden.
  • Stärkung des Ehrenamtes in der Flüchtlinghilfe
  • Unabhängige Asylverfahrensberatung: Faires Ankommen geht nur mit fairer Beratung und voller Information. Rechtsstaatliche Verfahren gibt es nur mit vorheriger Identifikation von Schutzbedarfen und geschlechtsspezifischer Verfolgung. Der bundesrechtliche Rahmen dafür steht bereits.
  • Raus aus der Duldung: Kinder dürfen in Deutschland nicht mehr in einen unsicheren Aufenthalt hineingeboren werden und Menschen, die in Kettenduldungen festsitzen, sollen endlich eine Aufenthaltsverfestigungs-perspektive erhalten. (Bundesratsinitiative)
  • Beschäftigungserlaubnis und Aufenthaltsverfestigung müssen die unmittelbare Folge von Schule, Ausbildung, Ausbildungsvorbereitung und Berufstätigkeit sein. Außerdem muss es grundsätzliches Ziel sein, dass Frauen einen ehegattenunabhängigen Aufenthalt erhalten. Hierfür müssen wir landesrechtlich alle Mittel ausschöpfen und eine Zuwanderungsverwaltung entwickeln, die ihre Ermessensspielräume teilhabe- und gewaltschutzorientiert ausübt.
  • Gemeinsam mit Gesundheitspolitiker*innen möchte ich mich für den Abbau von Barrieren im Gesundheitswesen aufgrund von Herkunft, Aufenthaltsstatus, Geschlecht oder Sprache einsetzen. Wir brauchen ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung, in dem geflohene Menschen explizit und in ihren spezifischen Bedarfen mitgedacht werden.
  • Mein Herzensthema: einen flächendeckenden Aufbau präventiver traumapädagogischer Angebote an unseren Schulen. So schaffen wir Startchancen für die Kinder.
  • Stärkung der Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgung und die Anerkennung Menschenhandel als Asylgrund.
  • Eine Strategie für den Schutz geflohener und neuzugewanderter Mädchen und Frauen in der Umsetzung der Istanbul Konvention.
  • Stärkung der Sicheren-Häfen-Kommunen und der Aufnahme aus Seenot geretteter Menschen


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