Drei Tage nachdem die Undercover-Journalistin Isabel Ströh auf unserer Veranstaltung zu digitaler Gewalt gegen Frauen Einblicke in ihre jahrelange Recherche zu Vergewaltigernetzwerken im Netz gab, wurde die intenationale Ermittlungsoperation "Medusa" ausgelöst.
03.07.2026
Seit einem Jahr arbeite ich an dem Thema Gewalt an Frauen im digitalen Raum. Im Herbst 2025 haben wir dazu auf unserem Landesparteitag einen Beschluss gefasst. Am Montag, 29. Juni, haben wir mit der Veranstaltung „Digitale Gewalt gegen Frauen: Neuere misogyne Gewaltphänomene – sexualisierte Gewalt im Netz und digitale Überwachung“ auf die erschreckenden Strukturen digitaler Gewalt aufmerksam gemacht.
Hier mein Pressestatement dazu:
"Erst am Montag hatte ich die Investigativjournalistin Isabel Ströh bei mir zu Gast, die mit ihren Recherchen die erschreckende Dimension von Vergewaltigernetzwerken im Internet aufgedeckt hat. Und nur drei Tage später berichtet das BKA von der länderübergreifenden Ermittlungsoperation "Medusa" gegen genau dieses Täternetzwerk. 156 Opfer und Täter von sexuellen Übergriffen an sedierten Personen konnten identifiziert werden.
Ich bin froh, dass dieses Gewaltphänomen jetzt die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Eine länderübergreifende, koordinierte Ermittlung gegen Vergewaltigernetzwerke ist genau der richtige Schritt. Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass Täter und Nutzer sich zu Netzwerken zusammenschließen, in denen Vergewaltigungen an Frauen gefeiert werden. Ein hartes strafrechtliches Vorgehen gegen die Täter ist der einzig effektive Weg.“
Hier geht es zur Pressemitteilung des BKA zur "Operation Medusa".
Mehr zu dem Thema und der Veranstaltung am 29. Juni findet ihr bei Instagram und YouTube: