Tag 3 meiner Sommertour führte mich nach Rendsburg
9.07.2026
... und schloss ab mit einer tollen Veranstaltung der Rendsburger GRÜNEN zum Thema "Wir wirkt die Istanbul-Konvention in Schleswig-Holstein und Rendsburg?".
Gemeinsam mit der grünen Kreistagsabgeordneten Monika Wegener, Britta Mohr (Sprecherin Kreisverband Rendsburg-Eckernförde), Dennis Stüber (stv. Vorsitzender KV Rendsburg-Eckernförde), Lasse Zapf (Sprecher des OV Region Rendsburg) und Jörg Zeumer, Fraktionsvorsitzender der Grünen Ratsfraktion Rendsburg durfte ich wichtige Institutionen und inspirierende Menschen besuchen. Es war ein sehr besonderer intensiver Tag.
Danke an alle, die dabei waren und sich eingebracht haben (auch an dich, liebe Helma!).

Zunächst haben wir den Verein Wüstenblumen e.V. besucht. Vereinsgründerin Rosana Trautrims und Muhammad Alhussain haben ihre Arbeit und Projekte vorgestellt und auch die aktuellen Herausforderungen. Als Migrant*innen-Selbsorganisation bietet Wüstenblume vielen zugewanderten und geflohenen Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Außerdem ist der Verein Projektpartner des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Schleswig-Holstein (LaNeMo SH).
Für die Möglichkeit künftig einen Dachverband für Migrant*innenselbstorganisationen in SH zu gründen und den Aufbau einer dauerhaften Geschäftsstelle setze ich mich seit längerem ein und konnte erreichen, dass 100.000 Euro hierfür im Landeshaushalt eingestellt wurden. Die Strukturen festigen sich zunehmend und ich hoffe, dass auch dieser nächste wichtige Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bald gegangen werden kann.

Weiter ging es zur Landesunterkunft für asylsuchende Menschen in Rendsburg. Eigentlich sollte es eine ganz normaler Besuch werden: ich besichtige regelmäßig Landesunterkünfte und erkundige mich nach der aktuellen Situation vor Ort. Nun kam es anders, denn wenige Tage zuvor hatte die Landesregierung bekannt gegeben, dass die Landesunterkunft zum 1. Januar 2027 in der jetzigen Form geschlossen wird und nur noch als Reservestandort vorgehalten werden soll.
Umso wichtiger war es mir, bei dem Besuch auch mit den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wie es ihnen mit dieser Entscheidung geht, welche beruflichen Perspektiven sie sehen und wie die Übergänge beim Kantinenbetreiber, beim Sicherheitsdienst, der Notarztbörse und den Johannitern gestaltet werden.
Mit dem Besuch bei der Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. , Träger des Frauenhauses im Kreisgebiet, waren wir dann mitten drin im Thema meines abendlichen Vortrages: häusliche Gewalt. Im Gespräch mit Frauenhaus-Leiterin Andrea Gonschior und Verena Pichler-Hoffmann, Geschäftsführerin Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. ging es um aktuelle Herausforderungen für Betroffene und Frauenhausmitarbeiterinnen, um den hohen Anteil von mitbetroffenen Kindern in den Frauenhäusern (ca 50 Prozent im Bundesschnitt) und die steigende Verweildauer durch fehlenden bezahlbaren Wohnraum.
"Wir müssen den Ausbau der Frauenhausplätze konsquent weiter vorantreiben und gleichzeitig vor Ort Lösungen schaffen, um den Frauen den Übergang in eigenständiges Wohnen zu ermöglichen."

Der krönende Abschluss war eine tolle Veranstaltung zum Gewaltschutz im Cowork 17, organisiert von den GRÜNEN in Rendsburg. An meinem Vortrag zum Thema "Die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Schleswig-Holstein - Was tun und brauchen wir für einen besseren Schutz von Frauen und Kindern" schloss sich eine Diskussionsrunde mit Andrea Gonschior (Leiterin des Frauenhauses Rendsburg), Silvia Kempe-Waedt (Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Rendsburg-Eckernförde) und Florian Wiemers (Kinderschutzzentrum Kiel) an.
Vielen Dank an alle Beteiligten für die Mühe & diesen einprägsamen Tag.



