Grüne Landtagsabgeordnete gratulieren der VHS zur Eröffnung des neuen Grundbildungszentrums in Flensburg und begrüßen Stärkung der Bildungschanchen für Jugendliche und Erwachsene
2.09.2026
In Flensburg wurde an der Volkshochschule das zweite neue Grundbildungszentrum in Schleswig-Holstein eröffnet. Die Landtagsfraktionen von GRÜNEN und CDU haben im Herbst 2025 den entsprechenden Haushaltsantrag gestellt und somit im Land die Gründung von zwei neuen Grundbildungszentren ermöglicht. Die Auswahl ist auf Flensburg und Geesthacht gefallen. Damit nimmt nun auch in Flensburg ein niedrigschwelliges Beratungs- und Bildungsangebot für Erwachsene den Betrieb auf, die Unterstützung beim Lesen, Schreiben, Rechnen oder im sicheren Umgang mit digitalen Medien benötigen.
Dazu sagt Uta Röpcke, Sprecherin für Erwachsenen- und Weiterbildung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag:
„Lesen, Schreiben, Rechnen oder sich sicher in einer digitalen Welt bewegen zu können, sind wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe – für einige Erwachsene sind genau diese Dinge im Alltag jedoch eine große Hürde. Deshalb freue ich mich sehr, dass jetzt das zweite neue Grundbildungszentrum im Land, nach Geesthacht nun in Flensburg, seine Arbeit aufnimmt. Hier entsteht ein Ort, an den Menschen sich niedrigschwellig wenden können, wenn sie bei diesen Dingen Unterstützung brauchen. Das Grundbildungszentrum unterstützt kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe, stärkt die berufliche Integration und trägt so zu Chancengerechtigkeit und zur Bekämpfung von Bildungsarmut bei. Als Grüne haben wir uns in den Haushaltsverhandlungen dafür eingesetzt, die Grundbildung in Schleswig-Holstein weiter auszubauen. Das Land unterstützt den Standort in Flensburg in den kommenden drei Jahren mit jährlich 68.000 Euro.“
Die Flensburger Landtagsabgeordnete Catharina Nies (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzt:
„Ich freue mich sehr über die Neueröffnung des Grundbildungszentrums in Flensburg und bin froh, dass es uns als Landtag gelungen ist das Geld hierfür ab diesem Jahr zur Verfügung zu stellen.
Die Volkshochschule ist nah an den Menschen und macht Bildung ohne hohe Hürden zugänglich. Wer ohne Schulabschluss ist und sich beraten lassen möchte, wer nicht lesen oder schreiben kann oder andere Grundbildungsbedarfe hat, ist hier an der richtigen Adresse. In der Schulgasse 4 in der Neustadt wird es ab sofort ein niedrigschwelliges Beratungs- und Bildungsangebot geben. Da Flensburg mit 13,5 Prozent nach Neumünster die höchste Schulabbrecher-Quote in Schleswig-Holstein hat, ist es gut, dass die 68.000 Euro Landesförderung für drei Jahre nach Flensburg gehen.“
Hintergrund: Grundbildungszentren in Schleswig-Holstein
Grundbildung ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Derzeit gibt es in Itzehoe, Kiel, Lübeck und Neumünster durch das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur geförderte Grundbildungszentren. In diesem Jahr kommen mit Geesthacht und Flensburg zwei weitere Standorte hinzu. Die Zentren bieten kostenlose Beratung, Kurse und Lernmöglichkeiten in allen Bereichen, die für ein selbstbestimmtes Leben nötig sind – von Alphabetisierung über Alltags- und Gesundheitswissen bis zu Medien- und Digitalkompetenz.